An epic drama of adventure and exploration

Das sowjetische LK-1

22. Juni 2017

Der LK (Lunniy Korabl) war das Mondlandesystem der Sowjetunion. Das technische Design unterschied sich in vieler Hinsicht von der amerikanischen Mondlandefähre.
Das LK wurde im Erdorbit getestet, erreichte die Einsatzreife und stand als einziges System der sowjetischen Mondlandung voll einsetzbar zur Verfügung.

Das Mondprogramm wurde aufgrund der verheerenden Misserfolge der sowjetischen Mondrakete N1 eingestellt. Dabei ist nicht außer Acht zu lassen, warum die Rakete scheiterte und das das Einstellen selbst eine politische Entscheidung war. Die Ingenieure waren sich sicher, der nächste Start wäre ein Erfolg.

Die N1 konnte 95 Tonnen Nutzlast tragen, die Saturn V hingegen 133 Tonnen. Das bedeutet, die Komponenten mussten erheblich leichter und kleiner werden. Das LK hatte nur 1/3 der Masse der USA-Fähre.

Um nicht in weiteren Zeitverzug zu geraten, war der LK nur mit einem Kosmonauten bemannt und hatte keinen Dockingtunnel. Der Kosmonaut muss aus dem Raumschiff austeigen um in das LK zu gelangen.

Im Gegensatz zur amerikanischen Fähre startet das LK vom Mond mit dem gleichen Triebwerk wie zur Landung. Einzig das eigentliche Landgestell verbleibt auf dem Mond und dient als Startplattform. Im Gegensatz zur amerikanischen Version, war das Triebwerk in wichtigen Punkten redundant ausgelegt. Ein Versagen hätte nicht unbedingt ein Verbleib des Kosmonauten auf dem Mond zur Folge.

Nach der Einstellung des Programmes war man bemüht, alle Spuren der angeblichen Schmach zu vernichten. Nur wenige Exponate des LK haben dies überlebt. Sie sind zu besichtigen im Disneyland Paris, Orevo Research and Educational Facility of Baumann Universität Moskau, RKK Energia Korolev, Tambov Air Base, Mozhaysky Military Space Academy St. Petersburg

Das Beitragsbild zeig den Vergleich eines LK mit einer US-amerikanischen Fähre.

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