An epic drama of adventure and exploration

Wohlbefinden von Tierheimkatzen

8. September 2019

Das Stressniveau ist das größte Erkennungszeichen für das Wohlbefinden.

Ist der Stress zu groß, kommt es unter anderem zu gehemmten Verhalten oder übersteigerte Fokussierrung auf bestimmte Tätigkeiten. Dies kann erhöhte Wachsamkeit oder ein gesteigertes Abwehrverhalten sein.

Ob es ein abweichendes Fress- und Putzverhalten gibt, kann man durch Beurteilung des Ernährungszutandes und des Felles erkennen. Sind Tiere dazu noch aggressiv, so führt dies zu sozialem Stress in der gesamten Gruppe. Dies kann sich auch in Verletzungen äussern. Selbst wenn die Tiere gesellig sind und am Spiel teilnehmen, so muss dies nicht nur ein Ausdruck von Wohlbefinden, es kann auch eine Form von Stressbewältigung sein. Der stärkste Stressfaktor ist dabei der Mensch, wenn die Katzen sich fürchten.

Als mager gilt eine Katze, wenn Rippen, Wirbelsäule und Beckenknochen gut sichtbar und kein Körperfett tastbar ist, als adipös gelten Katzen mit massiven Fettablagerungen an Thorax, Abdomen und Rücken, aufgeblähter Bauch und fehlender Taille.

Das Fell gilt als im schlechtem Zustand, wenn es struppig oder verfilzt ist, es kahle Stellen von mindestens 1qcm, es Wunden oder andere Hinweise auf übermäßiges Putzverhalten gibt.

Ein schlechter Zustand von Katzen im Tierheim korreliert mit

  • großen Gruppen
  • wenig Ruhe- und Schlafplätze
  • fehlende Polsterung der Plätze
  • unzureichende Anzahl von Spielzeug und deren geringer Wechsel
  • unzureichende Desinfektion von Spielzeug
  • unzureichende Anzahl von Katzenklos
  • unzureichende Anzahl von Futternäpfen
  • begrenzter Zugang zu den Näpfen (an den Wänden oder in Ecken)
  • Geruch durch Harn
  • seltene Streicheleinheiten
  • fehlende Sichtschütze
  • häufige Neuzugänge
  • häufige Gruppenwechsel

Gruppenhaltung ist für Katzen von Vorteil, wenn diese sozialisiert sind. Unsozialisierte Neuzugänge sollten in Gruppen von maximal 3 Tieren leben.

Die Gruppengröße und Stabilität hat einen Einfluss auf das Wohlbefinden. Hinzu kommen ausreichend Platz und Ressourcen.