An epic drama of adventure and exploration

Zerwürfnisse

25. Juli 2016

Samstag war ein angenehmer Tag. Ich war mal wieder sehr aufgeregt und bin auch wieder viel zu spät losgefahren. Der Grund war krampfhaft einen Grund zu provozieren um nicht nach Lübeck zu fahren.

Zum Glück hat alles geklappt, und so konnte ich drei wundervolle Menschen kennenlernen.

Für diesen Nachmittag war erstmal der Ärger des Vortages vergessen, an dem ich nicht nur wieder hören musste ich sei wenig autistisch, sondern an dem ‘sie’ mich auch gleich in den sozialen Netzwerken entfreundet hat.

Ich werde niemals begreifen, warum Menschen anderen weh tun müssen an stellen, an denen wenige Worte reichen würden. Ist es Genugtuung? Fühlt man sich dann besser?

In Lübeck hörte ich den Satz “ich fühle keine Traurigkeit, anstelle dem spüre ich Schmerz”. Ich spüre in diesem Moment keinen körperlichen Schmerz. Und doch bin ich nicht traurig. In mir ist ein Gefühl wie ein Sturm. Ich spüre einen Wirbelsturm in mir, der einen schmerzenden Druck aufbaut. So stark, das ich flüchten möchte. Flüchten aus mir selbst.

Heute wieder stark, und gestern wie weggeblasen. Ich weiß, die Abhängigkeit ist unnötig. Ich finde Menschen. Ich muss es wollen, dann brauche ich weder ‘sie’, noch diese fixe Idee der ach so tollen Freundschaft, noch die Gruppe in Hamburg. Ich brauche nur den Mut den Status Quo zu akzeptieren.

Mittlerweile zweifel ich selbst an mir, ob ich wirklich Autist bin. Wir haben gestern lange gesprochen, und auch das Thema Scheinautisten.

Es gibt Menschen, die hören von Asperger und finden sich darin wieder. Doch müssen sie noch lange nicht Autist sein. Ich hab echt Angst vor der Diagnose. Und dann zu hören, man spiele nur herum, ist nicht hilfreich.

 

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