An epic drama of adventure and exploration

Zur Lage der Nation

15. November 2016

In den letzten Tag ist mir ständig ein Wort untergekommen, das Wort Sinnlosigkeit. Mir fällt der häufige Gebrauch in meiner Umgebung auf. Oder ist es mein Unterbewusstsein, das mich über dieses Wort stolpern läßt?
Wenn Du am Schreibtisch hockst und deine Arbeit nicht schaffst. Nicht weil Du faul bist, sondern weil sie zuviel ist. Und niemand es mitbekommt wie du im Papier ertrinkst. Wenn Reklamationen deinen Hals umschließen, dich würgen und du weißt, sie kommen durch die Überlast.
Verkaufter Betrieb, neues Management, neue Warenwirtschaft. Strukturlose Hektik, organisatorische Fehltritte schweben um mich herum. Es herrscht das Chaos.
Telefon, Telefon – ich hab jetzt Angst vor der Konfrontation mit den Kunden, mit der Reklamation, mit den Vorwürfen.
Wo ist der Sinn? Wo ist der Sinn das für sich zu ertragen? Um mich herum neurotypische Menschen die verzweifeln. Ich weiß, ich kann mithalten. Aber ich kann mich auf nichts einstellen, und werde ständig von Situationen überrascht.
Gibt es am Ende einen Preis? Einen Gewinn oder ein Lob? Warum schleppe ich mich durch das Leben ohne Ziel? Nur das einfache hoffen auf ein Ziel? Und will ich ein Schulterklopfen wegen meiner Leistung? Oder will ich ein Schulterklopfen wegen meiner Person?
Ich glaube ich tue es mir an, weil auf der Suche nach Respekt bin. Es ist mir klar, diesen Respekt werde ich nicht hier finden. Aber es ist meine momentane Motivation.

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