An epic drama of adventure and exploration

Das Loslassen-Experiment

7. Oktober 2019

Ich habe mir vor einiger Zeit ein Buch über das Loslassen gekauft. Es wurde mir empfohlen und wie so viele Bücher ist es auf den Stapel der noch zu lesenden Bücher gelandet.

“Mit leichtem Gepäck reisen”

Jeder hat diesen Satz schon einmal gehört. Es bedeutet für mich, alles was unnötig ist zurückzulassen und sich nur auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Jetzt ist Zeit. Zeit zum Loslassen. Meine Depressiontherapie hilft mir zwar, aber ich möchte auch von mir aus tätig werden und nicht meiner guten Psychotherapeutin alles zu überlassen. Und schon gar nicht die Verantwortung!

Das Buch ist ein Arbeitsbuch und konfrontiert mich gleich auf den ersten Seiten mit der Frage, was ich nicht loslassen kann.

Was ist es, was ich loslassen können möchte? Ich bin mir sicher, es sind Menschen, die mir nicht gut tun. Natürlich habe ich sogar spezielle Menschen in dem Sinn, teilweise habe ich gar keine bösen Gedanken diesen Menschen gegenüber. Ich halte sie nur in einem Beispiel, trotz aller Freundschaft (!) für toxisch, in einem anderen Beispiel hat der Mensch den Kontakt mit mir abgebrochen, und ich kann nun trotz der der letzten Jahren sie nicht aus dem Kopf verbannen.

Was ist es noch? Meine negativen Gefühle und Enttäuschung meinem alten Betrieb gegenüber, nach 21 Jahren herausgemobbt. Auch dies ist nach Jahren noch präsent. Die mich belastenden familiären (nicht-)Verbindungen. Ja, auch Schuldgefühle sind darunter, vielleicht die ganz besonders.

Das Buch erklärt mir in einem Satz, was nach dem Loslassen sich ändert:

“Sie können alles was kommt, annehmen! Sie können im hier und jetzt leben.”


Ich werde nun ein wenig mehr nachdenken, was mich stört und was ich nicht mehr brauche.

Und dann werde ich feststellen müssen, warum ich an den Punkten festhalte….